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Book on Demand

Thursday, February 21st, 2008

Book on demand? Kennen wir das nicht schon von früher?

Zu Beginn des kommerziellen Buchdrucks wurde auch erst auf Zuruf produziert, insofern ist Book on demand also eine „olle Kamelle“. Allerdings hat die Einführung dieses Angebotes weniger mit der Technik als vielmehr mit kaufmännischen Gesichtspunkten zu tun. Während früher alles und jenes in beliebigen Auflagen gedruckt wurde, werden heutzutage Bücher nun noch dann veröffentlicht, wenn abzusehen ist, dass mindestens 5.000 Exemplare davon abgesetzt werden können. Natürlich gibt es auch Verleger, die mitunter Bücher mit einer geringeren Auflage drucken, aber prinzipiell ist der Erfolgsdruck groß, sodass viele Projekte unveröffentlicht bleiben.

Dank fortschreitender Computerisierung auch im Buchdruck ist es mittlerweile möglich, dass Bücher zuerst komplett digital erstellt werden. Dies hat den immensen Vorteil, dass man dann später je nach Bedarf die einzelnen Exemplare drucken kann, ohne dass man das im Vorwege tun muss. Dies spart unter anderem Lagerhaltungskosten, ein nicht unerheblicher Faktor bei tausenden von Neuerscheinungen, die alleine jedes Jahr in Deutschland auf den Tisch des Hauses kommen.

Wenn man dann also sein Manuskript in den Händen hält, sucht man sich einen Book on demand-Verlag und schließt mit ihm einen Vertrag. Die jeweiligen Dienstleistungen der Verlage unterscheiden sich dabei mitunter gewaltig. So gibt es Dienstleister-Verlage, die lediglich Ihre Mauskripte drucken, während andere mittlerweile eine ausgeklügelte Dienstleistung rum um das Thema Buchdruck-auf-Nachfrage ins Leben gerufen haben. Angefangen vom Manuskriptservice, sprich, dem Korrektorat, weiter über die Gestaltung der Buchdruckseiten, dem Gestalten des Umschlags ist alles möglich. Professionelle Dienstleister bieten ihren Kunden die Besorgung der ISBN-Nummer, ohne die man das Werk in keinem Buchhandel bestellen kann. Ferner drucken sie zu Beginn des Vertrages mindestens zwei Exemplare, eins davon bekommt der Autor zur Druckfreigabe, das andere behält der Verlag als Muster. Weitere Exemplare werden an die Deutsche Nationalbibliothek geschickt sowie an ausgewählte Zentralbibliotheken. Darüber hinaus kümmert sich der Verlag darum, dass das Werk seines Autors in das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) aufgenommen wird. Und nach dem Druck einer kleinen Startauflage bieten manche Verlage dann auch eine aktive Vermarktung des Buches an – gegen eine entsprechende Beteiligung.

Wenn dann weitere Exemplare ihres Buches verkauft werden, partizipieren an dem Erfolg, indem sie anteilmäßig beteiligt werden. Klar, dass die Logistik und der Druck des Buches auch Kosten verursacht, die der Verlag erstattet haben möchte und daher so ihren Ertrag schmälern. Aber dafür haben sie auch keinerlei Risiko zu tragen. Fähige Book on Demand-Verlage erkennt man auch daran, dass sie Ihnen anbieten, dass man ihr Buch in zwei Varianten vertreibt, nämlich zum einen als Taschenbuch und zum anderen als hochwertige Hardcover-Version.